Fahrt in die Masuren

Postsenioren auf großer Fahrt

Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass Postruheständler einmal im Jahr auf große Fahrt gehen. Und so haben sich auf Einladung des Seniorenbeirats der Post Siegen im Jahr 2016 achtundvierzig reiselustige Postler/innen auf den Weg gemacht, um die Masuren zu entdecken. Unter der Reiseleitung von Carsten und Paul begann die Fahrt am frühen Morgen des 04. September im Kreis Siegen-Wittgenstein und führte zunächst  in die an der Odermündung gelegene Grenzstadt Stettin (Szczecin).
Am nächsten Morgen ging es quer durch Polen über Bromberg (Bydgoszcz) nach Sensburg (Mragowo) in die Masuren. Von hier aus erkundete die Gruppe zunächst den nördlichen Teil der Masuren und besuchte unter anderem das Führerhauptquartier Wolfsschanze, die Stadt Rastenburg (Ketrzyn) mit ihrer gleichnamigen Burg und den bekannten polnischen Marienwallfahrtsort Swieta Lipka (Heiligelinde). Die von Jesuiten erbaute barocke Wallfahrtskirche fasziniert nicht nur durch ihre Architektur, sondern vor allem auch durch ihre besondere Orgel mit ihren sich bewegenden Figuren. Tief beeindruckt lauschten die Besucher dem Orgelkonzert und bewunderten Engel, die Posaune spielten und Glöckchen läuteten.
Am nächsten Tag ging es in den südlichen Teil des Landes. Dort war das Geburtshaus des deutschsprachigen Schriftstellers Ernst Wiechert in der Johannisberger Heide das erste Ziel der Gruppe. Weiter ging es in das Städtchen Nikolaiken (Mikolajki), das am Spirdingsee liegt, dem mit knapp 114 km² größten der über 2700 masurischen Seen.
Ein Stück des 100 km langen Flußes Krutinna (Krutynia), erlebten die Reisenden von Booten aus, die von „kräftigen Bürschchen“, um den masurischen Schriftsteller Siegfried Lenz zu zitieren, durch kristallklares Wasser gestakt wurden.
Zum Schluss des 4. Tages erwarteten die Gruppe am Ufer des Drusen-Sees in der Ortschaft Eckertsdorf (Wojnoweo) ein Kloster und ein Friedhof der Altgläubigen, einer religiösen Strömung innerhalb der russisch-orthodoxen Tradition.  Auf der Rückreise besuchten die Postler am 5. Tag der Reise die Stadt Thorn (Torun) und übernachteten in Posen, von wo aus am nächsten Tag die Fahrt zurück ins Siegerland und Wittgenstein ging.
Mit guten Wünschen bis zum nächsten Jahr verabschiedeten sich alle voneinander und hoffen auf ein Wiedersehen in bester Gesundheit.